Mittwoch, 7. Dezember 2011

Die Besten der Besten

Nein, um Menschen geht es hier nicht. Das wäre auch etwas viel der Beweihräucherung. Es geht um Whisky. Ein Fachhandel für Wein und Spirituosen in Wellington bietet einmal pro Monat eine Whiskyverkostung an. Die daraus hervorgehenden Spitzenreiter bilden dann den "Studiengegenstand" bei "The Best of the Best". Und so sieht dabei mein Arbeitsplatz  anfänglich aus:

Durch den Abend führt (wie durch alle Verkostungen) Daniel:

Er ist nur "freiberuflich" Whiskyexperte, im ersten Leben ist er Grafiker und Baudesigner. Das tut aber seiner Fachkenntnis keinen Abbruch.

Als ebenbürtigen Veranstaltungsort wird für diese eine Verkostung im Jahr immer die "Firth Hall" im "Wellington Collage"  angemietet. Da ist sie also die ehrwürdige Trinkgemeinde:



Wer irgendwann mal Harry Potter gesehen hat wird sich dieser Tafeln mit den Haus-Prefecten erinnern können. Es gibt sie also nicht nur im Film. Mehr noch, wenn man da mit neuseeländischen Freunden hingeht kommt immer mal so eine Bemerkung wie: "Der da war mein Schuldirektor"


Der ganze Abend wird abgerundet mit dem Schottischen Nationalgericht Haggis, welcher auch traditionell hereingetragen wird und mit einer Ansprache versehen. Diesmal habe ich das aufgezeichnet und das Video bei YouTube eingestellt

Nach erfolgreichem Studium sieht der Platz dann so aus :-)):


Im nächsten Jahr wieder ein "Best of the Best". Und das Beste daran ist, dass dem einige Verkostungen "in den Vorrunden" vorangehen :-)

Samstag, 3. Dezember 2011

Melbourne

Auf dem Rückweg von Torquay (siehe Post vom 28. November) habe vorgestern Nachmittag in Melbourne Station gemacht (bzw. machen müssen, da kein Fug am Abend nach Wellington zurückging).

Übernachtet habe ich am Flughafen um am Freitag früh nicht zu zeitig aufstehen zu müssen. Mit dem Flughafenbus ging es zurück in die Stadt und weiter zu Fuß quer durch die Innenstadt zum Parlament des Staates Victoria:


Weiter trieb es mich durch die Treasury Gardens zu Cook's Cottage. Das Haus ist 1755 gebaut von Kapitän Cook's Eltern. 1934 wurde es in England ab- und in Melbourne wieder aufgebaut. Somit ist es nunmehr Australiens "ältestes" Haus:

Weiter ging es dann mit der Ringbahn, die erstens frei und zweites alt ist. Letzteres hat natürlich das Herz eines ehemaligen Straßenbahnfahres höher schlagen lassen... :-). Tatsächlich ist das als Stadtrundfahrt angelegt mit Ansagen über Lautsprecher und so habe ich das auch genutzt:


Während ich mit dem Bus in die Stadt fuhr schwebte mir für das Abendessen was Italienisches vor. Das ist im Grunde auch gar kein Problem. Dass ich dann aber über eine Gasse gestolpert bin (Degraves St.), in dem ein italienisches Café und Restaurant nach dem anderen lag war dann aber doch ein erheblicher Glückstreffer:


Gestärkt (tatsächlich genudelt) habe ich dann noch einen ausgedehnten Bummel über den Federation Square auf die andere Flussseite und zurück zum Bus gemacht. Hier noch zwei Impressionen:




Mittwoch, 30. November 2011

Wahlen

Letzten Samstag waren Wahlen in Neuseeland. Da ich bereits am frühen Morgen unterwegs war nach Melbourne bin ich ein paar Tage eher zu einem Wahllokal gegangen, welches für die Woche vor der Wahl für alle offen hat, die am Wahltag nicht da sind (irgendwie hatte das auch mal nen deutschen Namen :-?). Das Wahlsystem ist von Deutschland kopiert und war somit für mich leicht zu handhaben. Was nicht von Deutschland kopiert war ist die Art die Wählerlisten zu handhaben und das geht so:

Man ist gesetzlich verpflichte sich in die Wahllisten aufnehmen zu lassen (das ist wahrscheinlich so in etwa das Gegenstück zum Eintrag beim Einwohnermeldeamt). Zur Wahl muss man natürlich nicht gehen, wenn man nicht will. Wenn man aber geht sagt man einfach seinen Namen und wo man wohnt (wegen des Wahlkreises) und wird dann freundlich zum entsprechenden Tisch gesendet. Dort liegt ein dickes Buch und ein Herr oder eine Dame streicht dann fein säuberlich mit Lineal und Kuli deinen Namen durch. Man erhält den Wahlzettel und der Rest geht dann wie in Deutschland.

Unterschiede:
  • Man kann in irgendein Wahllokal gehen 
  • Man braucht kein Personaldokument (Nennung des Namen reicht)
  • Es gibt keine Wahlbenachrichtigung
Frage mich bitte keiner, wie verhindert wird, dass man nicht in mehrere Wahllokale geht oder in eines anderen Menschen Namen eine Stimme abgibt. Vielleicht wieder eins von den britisch vererbten "Das macht man nicht" Dingern. Wie auch immer, ich hatte das glänzende Gefühl das "Big Brother is NOT watching you". Ich hoffe es bleibt so.

Montag, 28. November 2011

Australien

Seit vorgestern bin ich in Torquay für ein paar Tage. Die Tatsache, dass das Australien ist und dass jetzt Sommer ist und dass  dieses Gebiet für seine Strände und Surfangebot bekannt ist spielt alles keine Rolle. Es regnet meistens  und ist mal gerade so um die 20°C. Bestes Wetter also für eine Konferenz, wir sind ja nicht hier her gekommen um uns vom besten Strandwetter ablenken  zu lassen :-). Dennoch haben wir es heute geschafft mal für zwei Stunden am Strand zu laufen, wenigstens war die Sonne da, trotzdem ist es kalt.


Morgen Nachmittag geht es zurück. Mit einem Zwischenstop in Melbourne über Nacht, weil morgen Abend kein Flug mehr zurück nach Wellington geht.

An sich hatte ich vor hier noch ein paar Bilder unterzubringen, aber Internet ist hier so langsam dass ich Stunden sitzen würde für den Upload. Ich stricke die Bilder noch ein, sobald ich zurück in Wellington bin.

Update: Hier also die Bilder.  Bin seit gestern zurück und über meine wunderbare häusliche Glasfaser mit dem Rest der Welt verbunden.

So sah es aus an Tag der Ankunft auf dem Flughafen in Melbourne:


Am vorletzten Tag war es dann wenigstens nicht mehr so durchgängig bewölkt, so dass es zu einer Tour am Strand einlud. Aber außer Hunden war niemand im Wasser:


Diese kleine Kerlchen waren eher scheu als neugierig (ich nehme an, dass sie heimisch in Australien sind):



Sonntag, 6. November 2011

Guy Fawkes Day

Alljährliches Spektakel war gestern wenn in Erinnerung an Attentäter und deren erfolgreiche und staatlich sanktionierte Zutodebringung im englischsprachigen Gefilden Guy Fawkes Day begangen wird. Hier der geschichtliche Hintergrund zur Moritat und da ja heutzuatge sowieso schon alles im Netz ist hier ein Video.

Unsere Position beim Spektakel war etwas weiter rechts von der Person, die das Video eingestellt hat. Grundsätzlich ist das Feuerwerk aber von überall her in der Stadt zu sehen und bringt Wellington auf die Beine. Victor war letztes Jahr zwar schon dabei hatte aber das Ereignis im Kinderwagen verschlafen. Dies Jahr war er wach und ob der Böller ungehalten. Bei mir auf dem Arm war dann zwar alles gut aber er hat den Kopf abgewendet und lieber gekuschelt als gekuckt....

Sonntag, 30. Oktober 2011

Mein erstes Westfahrzeug

Auto ist es ja nicht. Mir ist nur klar geworden, dass mit dem Kauf eines neuen Fahrrads dieses nun tatsächlich das erste Ding ist, für das ich (richtig) Geld ausgegeben habe. Nachdem mich mein gutes altes Rad in Dresden und Leipzig über dreißig Jahre lang begleitet hat habe ich es zum Umzug schmählich im Stich gelassen und nicht mitgenommen. Es hätte bei den Bergen hier auch nicht wirklich ne Chance... Nun habe ich also ein Neues und bin damit auch fünf Minuten schneller in der Uni :-).

Victors Zweiter

Nachdem ich den ersten Geburtstag von Victor 2010 versäumt hatte (ich war für drei Monate in Leipzig) habe ich es nun diesmal wieder gutgemacht indem ich nen Geburtstagskuchen gebacken hatte. In schöner Tradition Möhrenkuchen (fragt sich nur in welcher Tratdition). Ne, Deutsch geht das nicht. Carrotcake geht da schon besser. Mit nur zwei Jahren ist das auch mit den Kerzen noch nicht so wirklich ein Problem :-). Wenigstens von der Anzahl her.


Das Bild zeigt Victor beim Versuch die Kerzen auszublasen, wo er sich fast die Haare runter gebrannt hätte, so dass dann doch sein großer Bruder geholfen hat.