Sonntag, 30. Oktober 2011
Lange Pause
Mein letzter Eintrag liegt Monate zurück. Und das hat gute Gründe. Letzte Woche ist das zweite Trimester (in NZ gibt es Trimester anstatt Semester was den Bologna-Prozess Jüngern sicherlich ein Dorn im Auge sein dürfte) an der Uni Zuende gegangen und damit auch mein erstes Trimester an Lehre. Ich war damit über Strecken mit 4 Vorlesungen (über jeweils 50 Minuten), Tutorials und Laborbetreung pro Woche zugedeckt. Zwischendrin lag dann noch ne Konferenz, was den Druck noch erhöht hat. Nun nähert sich das dem Ende, Klausuren müssen noch durchgesehen werden und Noten zusammengestellt, aber dann ist das erst mal hinter mir. Und nachdem ich nun auch mein Schlafpensum wieder etwas aufgebessert habe gibt es auch wieder Zeit für den Blog.
Freitag, 22. Juli 2011
Willkommen zu Hause
Das wird ein kurzer Eintrag: Seit gestern habe ich meine "permanent residency". Ich zögere, dass mit "ständiger Aufenthaltsberechtigung" zu übersetzen, wie das wohl auf den Aufklebern der deutschen Ausländerbehörde steht. Es macht mich einfach zum Einwohner von Neuseeland (mit allen Rechten und Pflichten, einschließlich Jury Dienst...). Es gab ne Flasche Sekt heute..... :-)!
Lost Communication
Vor vierzehn Tagen war ich aus Leipzig nach Wellington zurückgekommen. Mit einer Stunde Verspätung. Der Grund? Eine Boeing 737, die mich von Auckland nach Wellington bringen sollte, aber nicht so richtig wollte. Wir wurden zwar vom Gate zurückgeschoben aber dann fehlte weiterer Fortschritt. Wenn irgendwas Neuseeländische Lebensart und Geisteshaltung beschreibt, dann die Art wie uns das vom Piloten (Air New Zealand) mitgeteilt wurde. Der Kapitän kam aus dem Cockpit, lehnte sich in den Türrahmen zur Kabine schnappte sich das Mikrofon und verkündete: "that we lost communication to one of our engines". Das erzählt er so beilläufig als wenn er gerade über die Lottozahlen vom letzten Wochenende berichtet. Weiterhin meinte er: "I would prefer not to take off with only one engine responding." So nach dem Prinzip: Na ja, an sich macht das nicht wirklich was, mit einem Triebwerk komme ich auch bis Wellington. Aber mir ist heute gerade nicht danach ohne Reserverad loszufliegen....
Er hat sich dann entschuldigt, dass er uns bitten müsste das Flugzeug über eine herangefahrene Treppe zu verlassen und versicherte weiter, dass wir schon noch nach Wellington geflogen werden würden: "we will check with an technician, maybe it's just a plug which needs to be pushed right back into it's socket. Or we may find ourselves another plane." An der Stelle habe ich mir schon gewünscht, dass es nicht einfach nur mal eben mit einem Handgriff zu beheben ist...
Nach 25 Minuten wurde ein anderes Flugzeug bereitgestellt Unser Pilot lehnte wieder im Türrahmen und verkündete "we now have a much better plane, this one is even supposed to be working". Der Flugbegleiter entschuldigte sich dann noch, dass wir uns das Video zur Flugsicherheit noch mal antun müssen, aber das tut man(n) ja gern. Frau auch.
So sind wir dann doch noch in Wellington angekommen. Mit Sicherheit.
Er hat sich dann entschuldigt, dass er uns bitten müsste das Flugzeug über eine herangefahrene Treppe zu verlassen und versicherte weiter, dass wir schon noch nach Wellington geflogen werden würden: "we will check with an technician, maybe it's just a plug which needs to be pushed right back into it's socket. Or we may find ourselves another plane." An der Stelle habe ich mir schon gewünscht, dass es nicht einfach nur mal eben mit einem Handgriff zu beheben ist...
Nach 25 Minuten wurde ein anderes Flugzeug bereitgestellt Unser Pilot lehnte wieder im Türrahmen und verkündete "we now have a much better plane, this one is even supposed to be working". Der Flugbegleiter entschuldigte sich dann noch, dass wir uns das Video zur Flugsicherheit noch mal antun müssen, aber das tut man(n) ja gern. Frau auch.
So sind wir dann doch noch in Wellington angekommen. Mit Sicherheit.
Lego Projekt
Irgendwann hatte Ying angefangen mit Ocean die Terrasse, die an unserem Haus ist mit Lego nachzubauen. Daraus ist schließlich das ganze Haus geworden. Mit allem drum und dran:
Zwischendurch sind uns die Steine ausgegangen. Da ich im Juni/Juli in Deutschland war hatte ich damit die Chance den Rucksack auf dem Rückweg mit Legosteinen vollzupacken, so dass das Haus zum Abschluss kommen konnte. Zwischenzeitlich konnte man schön reinschauen (weil ja die Steine alle waren :-)):
Alle Zwischenwände sind da und Ocean hat sogar unsere Ikea Couch nachgebaut. Nicht ganz im Maßstab aber was macht's.
Nachdem der Vorrat an Steinen wieder nachgefüllt war ist nun sogar der Silver Fern, der natürlich in einem Neuseeländischen Garten nicht fehlen darf, nachgebaut worden:
Zugegeben, der ist bisschen wie Picasso aber Lego hat eben noch nicht die entsprechenden Silver Fern-Teile, so dass es hier bei ein paar grünen Steinen bleibt.
Zwischendurch sind uns die Steine ausgegangen. Da ich im Juni/Juli in Deutschland war hatte ich damit die Chance den Rucksack auf dem Rückweg mit Legosteinen vollzupacken, so dass das Haus zum Abschluss kommen konnte. Zwischenzeitlich konnte man schön reinschauen (weil ja die Steine alle waren :-)):
Alle Zwischenwände sind da und Ocean hat sogar unsere Ikea Couch nachgebaut. Nicht ganz im Maßstab aber was macht's.
Nachdem der Vorrat an Steinen wieder nachgefüllt war ist nun sogar der Silver Fern, der natürlich in einem Neuseeländischen Garten nicht fehlen darf, nachgebaut worden:
Zugegeben, der ist bisschen wie Picasso aber Lego hat eben noch nicht die entsprechenden Silver Fern-Teile, so dass es hier bei ein paar grünen Steinen bleibt.
Ostern 2011
Ostern ist zwar lange vorbei ich wollte aber dennoch ein paar Bilder einstellen. Wie im letzten Jahr wurden Eier gefärbt aber dieses Jahr waren wir ein wenig "professioneller". Mit Lebensmittelfarbe, warmen Wachs und Griffel ging es mehrschichtig zur Sache:
Mehrschichtig, weil abwechselnd Wachs und Farben aufgetragen wurden. Zum Teil wurde Wachs auch wieder entfernt. Das Ergebnis wurde dann am nächsten Tag bei strömenden Regen im Haus versteckt (und sogar alles wiedergefunden). Hier die gesammelten Resultate (nebst einigen Schokoladen- und Plasteeiern):
Mehrschichtig, weil abwechselnd Wachs und Farben aufgetragen wurden. Zum Teil wurde Wachs auch wieder entfernt. Das Ergebnis wurde dann am nächsten Tag bei strömenden Regen im Haus versteckt (und sogar alles wiedergefunden). Hier die gesammelten Resultate (nebst einigen Schokoladen- und Plasteeiern):
Sonntag, 10. April 2011
Ich Kriege Einen Anfall (IKEA) oder von solchen die auszogen das Möbeln zu lernen
Nun sind wir schon über ein Jahr in unserem neuen Heim und hatten an sich noch keine Möbel. Wir hatten zwar alles von Deutschland mitgebracht, aber wer uns aus Leipzig kennt weiß, dass wir da auch nicht gerade übereingerichtet waren. Ausnahme war Lei, Ihr Zimmer war gleich nach dem Einzug fertig.
Zwar hatten wir es geschafft im letzten Jahr Möbel für das Schlafzimmer zu kaufen (nach ewigem ablaufen von Möbelgeschäften) aber viel weiter waren wir noch nicht gekommen. Nach Weihnachten hatten wir uns mal wieder auf den Weg gemacht und sind im Großraum Wellington fündig geworden für ein Bett für Ocean und Victor. Was aber Möbel fürs Wohnzimmer angeht.... Je nun. Sofas sind riesig (wahrscheinlich haben ja alle 150 m2 große Zimmer und bei Regalen sah es ganz finster aus. Entweder massive Kieferregale oder aber Konzepte, die preislich unerschwinglich waren.
Die Lösung war dann mal wieder IKEA.... Obwohl es das in Neuseeland gar nicht gibt. Dafür gibt es ne Firma, die das Zeug nach Wunschliste aus Australien importiert. Und so kommt es dann zu den folgenden Bildern:
Endlich wieder ne IKEA Anleitung die den Geist fordert und zu Improvisationen anregt.
Zielstrebiges Aufbauen ist offensichtlich langweilig...
Das Resultat aber erwünscht und es war auch keine Schraube übrig (gefehlt hat auch keine). Nicht im Bild ist ein neuer Tisch und weitere Schränke vom Typ Billy. Da fehlen aber noch Teile, die es in Australien auch nicht gibt, die muss ich dann mal von Deutschland mitbringen (um einen Eckschrank aufzubauen).
Mein Arbeitszimmer hat auch ein kleines Sofa abbekommen.
Und was ist die versteckte Nachricht in diesen Bildern? Beide Sofas können in Betten verwandelt werden. Also? An uns liegt es nicht mehr :-).
Zwar hatten wir es geschafft im letzten Jahr Möbel für das Schlafzimmer zu kaufen (nach ewigem ablaufen von Möbelgeschäften) aber viel weiter waren wir noch nicht gekommen. Nach Weihnachten hatten wir uns mal wieder auf den Weg gemacht und sind im Großraum Wellington fündig geworden für ein Bett für Ocean und Victor. Was aber Möbel fürs Wohnzimmer angeht.... Je nun. Sofas sind riesig (wahrscheinlich haben ja alle 150 m2 große Zimmer und bei Regalen sah es ganz finster aus. Entweder massive Kieferregale oder aber Konzepte, die preislich unerschwinglich waren.
Die Lösung war dann mal wieder IKEA.... Obwohl es das in Neuseeland gar nicht gibt. Dafür gibt es ne Firma, die das Zeug nach Wunschliste aus Australien importiert. Und so kommt es dann zu den folgenden Bildern:
Endlich wieder ne IKEA Anleitung die den Geist fordert und zu Improvisationen anregt.
Zielstrebiges Aufbauen ist offensichtlich langweilig...
Das Resultat aber erwünscht und es war auch keine Schraube übrig (gefehlt hat auch keine). Nicht im Bild ist ein neuer Tisch und weitere Schränke vom Typ Billy. Da fehlen aber noch Teile, die es in Australien auch nicht gibt, die muss ich dann mal von Deutschland mitbringen (um einen Eckschrank aufzubauen).
Mein Arbeitszimmer hat auch ein kleines Sofa abbekommen.
Und was ist die versteckte Nachricht in diesen Bildern? Beide Sofas können in Betten verwandelt werden. Also? An uns liegt es nicht mehr :-).
Sonntag, 3. April 2011
Bei den Pfadfindern
Vor einer Woche waren Ocean und ich übers Wochenende im Pfadfindercamp. Wenn ich nicht falsch liege sind die deutschen Pfadfinder teil des internationalen Scout Movement und so gibt es auch einen Neuseeländischen Zweig.
Ocean ist noch nicht so alt, dass er da schon alleine hinfahren darf. Er gehört zur Altersklasse der Keas (ein frecher einheimischer Papagei). Deshalb musste Vati mit :-). Das letzte Wochenende war unter dem Motto der Geschichte von Alice im Wunderland so dass wir alle ein Halstuch umbekamen (ja, ich auch!) mit jeweils Kreuz, Pik, Herz bzw. Karo drauf (wir waren Herz). Es wurden dann im Laufe des Nachmittags Situationen nachgespielt und nachgestellt, die aus dem Buch sind wie zum Beispiele das Croquet Spiel der Herz Dame. Ocean sitzt hier beim Turnier gerade und wartet bis "Herz" wieder an der Reihe ist.
Im Buch wurden für das Spiel zwar Flamingos verwendet, aber da hatte der Tierschutz Einwände, so das sich jedes Kind erst mal einen Schläger basteln durfte.
Nun, ich gebe zu, dass ich mich manchmal bisschen an die Pioniere erinnert gefühlt habe. Es war auch eine Begegnung der besonderen Art als am Sonntag Morgen bei einer kurzen Andacht auch der Königin gedacht wurde (diesmal der richtigen und nicht der aus dem Buch). Aber schließlich lebe ich hier und das ist Bestandteil dieses Landes und dessen Kultur. Außerdem war es gar nicht schlecht, dass Ocean mal selber sein Geschirr (per Hand!) abwaschen musste:
Zu Oceans Ehre muss ich erwähnen, das er sich strickt gegen Hilfe von mir gewehrt hat!
Leider hat uns das Wetter einen Strich durch das Lagerfeuer am Abend gemacht. Dafür war uns der Wettergott am Sonntag Vormittag gnädig als es ans Paddeln und Flossfahren ging:
Auf der Heimfahrt (der Vater von Oceans Klassenkameraden hatte uns mitgenommen) sind beide Jungs Nachmittag um zwei in den Tiefschlaf gefallen...
Ocean ist noch nicht so alt, dass er da schon alleine hinfahren darf. Er gehört zur Altersklasse der Keas (ein frecher einheimischer Papagei). Deshalb musste Vati mit :-). Das letzte Wochenende war unter dem Motto der Geschichte von Alice im Wunderland so dass wir alle ein Halstuch umbekamen (ja, ich auch!) mit jeweils Kreuz, Pik, Herz bzw. Karo drauf (wir waren Herz). Es wurden dann im Laufe des Nachmittags Situationen nachgespielt und nachgestellt, die aus dem Buch sind wie zum Beispiele das Croquet Spiel der Herz Dame. Ocean sitzt hier beim Turnier gerade und wartet bis "Herz" wieder an der Reihe ist.
Im Buch wurden für das Spiel zwar Flamingos verwendet, aber da hatte der Tierschutz Einwände, so das sich jedes Kind erst mal einen Schläger basteln durfte.
Nun, ich gebe zu, dass ich mich manchmal bisschen an die Pioniere erinnert gefühlt habe. Es war auch eine Begegnung der besonderen Art als am Sonntag Morgen bei einer kurzen Andacht auch der Königin gedacht wurde (diesmal der richtigen und nicht der aus dem Buch). Aber schließlich lebe ich hier und das ist Bestandteil dieses Landes und dessen Kultur. Außerdem war es gar nicht schlecht, dass Ocean mal selber sein Geschirr (per Hand!) abwaschen musste:
Zu Oceans Ehre muss ich erwähnen, das er sich strickt gegen Hilfe von mir gewehrt hat!
Leider hat uns das Wetter einen Strich durch das Lagerfeuer am Abend gemacht. Dafür war uns der Wettergott am Sonntag Vormittag gnädig als es ans Paddeln und Flossfahren ging:
Auf der Heimfahrt (der Vater von Oceans Klassenkameraden hatte uns mitgenommen) sind beide Jungs Nachmittag um zwei in den Tiefschlaf gefallen...
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